Webseite für Unternehmen erstellen

Teil 1: Webseiten für’s Unternehmen in 2017

Wer einen Relaunch anpeilt oder eine neue Webpräsenz plant, der sollte ein paar Basics wissen. Wie bei Bankgeschäften oder beim Gebrauchtwagenkauf gibt es gewisse common-sense-Grundlagen. Bei Zieldefinitionen oder auch bei Preisverhandlungen speilen sie Dir in die Karten. Ich bin Webentwickler, mit Software aufgewachsen und möchte einen Überblick über die Wahrheiten geben, die auch 2017 noch gültig sind.

In der Reihe wird es fünf interessante Teile geben. Abonniere den Five twenty Newsletter um nichts zu verpassen.

  1. Verschiedene Typen, verschiedener Aufwand
  2. Webseiten mit Baukasten oder Tool selber machen
  3. Webseiten von der Agentur programmieren lassen
  4. Webdesigner nicht gleich Webentwickler
  5. Kosten einer Webseite in 2017
  6. CMS: WordPress und Co als Grundlage
  7. Fast alles geht — aber nicht alles
Teil 1: Verschiedene Typen, verschiedener Aufwand

Es gibt zwei Typen von Internetangeboten. Auf den ersten Blick scheint es ein rein technischer Unterschied zu sein. Er ist für den Auftraggeber wichtig, weil der Entwicklungsaufwand erheblich anders ist. Und Aufwand muss bezahlt werden. Dieser unterscheidet sich circa um den Faktor vier, wenn eine reine Webseite oder eine Webapplikation entwickelt werden soll.

Eine reine Webseite ist das, wozu Tim Berners Lee das Web (HTTP) 1990 ursprünglich entwickelte. Sie hat nur statische Inhalte. Wie eine Broschüre, ein Flyer oder eine Visitenkarte. Oft gilt auch heute noch die „Visitenkarte“ als sinnbildliche Beschreibung für eine einfache Webseite mit den wichtigsten Informationen.

Entwicklungsgeschichte

Die Webapplikation ist intelligent und ist eine vollwertige Software. Eine Entwicklungsgeschichte in drei Zeilen um zu verstehen, was den Aufwandsunterschied ausmacht: E-Mail-Anwendungen, Chats oder Foren gab es früher nicht im Web(browser). Das lieferten andere Anwendungen, die neben dem Browser liefen. Fast wie die Apps heute. Mit der Zeit verlagerten sich die Anwendungen in den Browser. Mit einer Erweiterung des Browsers siegten die webbasierten Anwendungen (Webapplikationen oder auch Webapps) über die nativen. Das war 1999 und ca. 2004 war das sogenannte „Ajax“ etabliert.

Interaktivität

Wirkliche Interaktivität existierte bis dahin nicht. Als einzige interaktiv waren TV-Spielsendungen, die ein Anrufer mit der Telefontastatur bedienen konnte (Hugo). Diese Interaktivität erzeugt den Entwicklungsaufwand. Benutzereingaben sind zu überprüfen und gegen Hacker zu schützen. Eingabefenster sind zu Designen und ein Workflow ist zu erarbeiten. Der Entwickler muss die Kommunikation zum Server sicherstellen. Und es muss sehr viel mehr getestet werden.

Standardsoftware

Natürlich sind viele Dinge bereits standardmäßig zu haben. Die Kommentarfunktion eines Blogs ist streng genommen Interaktion. Tatsächlich ist ein Blog eine Webapp. Im Redaktionsbereich (dem Backend) wird das sehr deutlich. Ein Blog oder eine Newsseite ist eine Applikation, die das Verfassen und Lesen von Beiträgen ermöglicht. Das ist Standardsoftware und muss nicht entwickelt werden.

Neuentwicklung

Alles andere ist Entwicklung. Webapplikationen gibt es für alles. Für Textverarbeitung, Grafik, Kalender und Projektmanagement. Und es wird mehr werden. Wer für sein Unternehmen etwas Einzigartiges haben will, muss entwickeln lassen.

Ich hoffe, ich konnte etwas Licht ins Dunkel bringen. Ich würde mich freuen, wenn Du meinen Newsletter abonnierst oder mir bei Twitter @dielok folgst.