Minimalismus: Eine Anleitung für Nostalgiker

Minimalismus: Eine Anleitung für Nostalgiker

Ich bin ein Nostalgiker. Jede Geburtstagskarte hebe ich ewig auf. Dinge, die mich an frühere Freunde, an die Schulzeit, die Ausbildung oder das Studium erinnern. Oder gar an jene, die nicht mehr bei uns sind. Ich muss diese Andenken behalten, alleine zu wissen, dass sie in irgendeiner Kiste sind, erinnert mich daran, wer ich bin.

„My experiences ride with me“ – Bouncing Souls

Jedes Artefakt ist mit einer Erfahrung verbunden, einem Teil meiner Persönlichkeit. Es erinnert mich daran, wie ich reagierte und welche Erfahrung ich gemacht habe, die mich zu dem machten, der ich heute bin. Deshalb sind sie so wichtig und das ist gesund für mich.

Ich übertreibe es dann, wenn ich zu viele Artefakte für ein und die selbe Situation bewahre. Die Krawatte, das Hemd, das Manuskript der Hochzeitsrede und auch noch die Kuchengabel der Hochzeit des besten Freundes aufzubewahren ist zuviel. Wähle das wichtigste. Ich entscheide mich für das Manuskript. Der Rest kommt weg.

Ich zelebriere die Trennung regelrecht, sollte es auch pathetisch werden. Auch um Platz zu schaffen, würde die Artefakte von Morgen.

Mich würde wahnsinnig interessieren wie du mit diesen Artefakten umgehst! Schmeißt du alles weg oder trägst du dieses Museum mit dir herum? Schreib es in die Comments unten!