Wichtig ist mal die Familie, oder? Erfolg und Image sind auch für jeden wichtig. Ein Aspekt, der sich durch alle wichtigen Dinge zieht, ist Sicherheit. Denn Menschen interessieren sich deshalb auf jeden Fall für Dinge, die ihnen ihrer Sicherheit berauben oder bestärken könnten. Der Dieb auf der Flucht im eigenen Ort wird mit Sicherheit eine Unterbrechung des Radioprogramms wert sein. Verlässlichkeit ist auch so eine Sache. Diese steht dann auf der anderen Seite. Das Medium, das die Nachrichten übermittelt, muss also ständig zur Stelle sein, wann immer es nötig ist (am besten auch nur dann). Noch eins: Vertrauen. Ich muss dem Übermittler vertrauen können, denn der beste “Tipp” zur Sicherheit ist ansonsten nichts wert. Die News müssen mich betreffen. Das misständige Thema von Kinderkaffeepflückern in Indonesien ist ohne Zweifel extrem wichtig, doch scheint es leider nicht interessant genug, um in den Redaktionen Gehör zu finden. Warum? Es ist weit weg und bedroht nicht die eigene Sicherheit.
Die Social Networks gehen den ganz extremen Weg: Blogger cgast zeigt in einer Infografik die News eines Tages von Spiegel Online, die einmal nach Spiegelwichtigkeitsempfinden und einmal nach Facebook-Twitter-Wichtigkeitsempfinden geordnet wurden. Verschwörungstheorien, Eishockey und Festivals schaffen es weit nach oben in sozialen Netzen. Fazit gesamt: Wichtiges und Interessantes gehen nicht immer Hand in Hand.
Five twenty berücksichtigt diesen Aspekt bei der Bewertung von Artikeln sehr stark. Top ist bei weitem nicht, was nur interessant ist. Wichtig muss es vor allem auch sein.
